Qualität & Sicherheit

Pluspunkte für Schweizer Fleisch

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Wird die Fleischproduktion in der Schweiz rücksichtsvoller gegenüber Tier und Umwelt umgesetzt als im Ausland? Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten zum feinen Unterschied.

Vieles spricht für Fleisch aus der Schweiz anstatt aus dem Ausland. Denn unser Land ist nicht nur geografisch gut für die Tierhaltung geeignet. Auch sorgen strenge Gesetze und weitere Faktoren für hohen Tierschutz und hohe Lebensmittelsicherheit.

Wie wird der Tierschutz gewährleistet?

Die Schweiz hat eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt, dessen Einhaltung durch unabhängige Kontrollen garantiert wird. Ausserdem produziert unsere Landwirtschaft in kleineren Dimensionen: Schweizer Fleisch stammt grösstenteils aus Familienbetrieben, die Herden von überschaubarer Grösse aufziehen. Die meisten Betriebe erfüllen dabei freiwillig die Richtlinien des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) und beteiligen sich an Programmen wie «RAUS» (Regelmässiger Auslauf ins Freie) und «BTS» (Besonders tierfreundliche Stallhaltung).

Erhalten unsere Tiere artgerechtes Futter?

Schweizer Nutztiere erhalten umweltgerechtes, artgerechtes und streng kontrolliertes Futter. Die Wiederkäuer bekommen dabei zu über 80% Raufutter – also Gras und Heu – und nur wenig Kraftfutter. Das Tierfutter ist frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und von Tiermehl. Zudem ist es in der Schweiz streng verboten, Hormone und Antibiotika zur Leistungsförderung zu verfüttern.

Woher stammt das Futter für unsere Nutztiere?

In der Schweiz produzieren wir 83,7% des Tierfutters selbst. Bei den importierten Anteilen handelt es sich um Kraftfutter – insbesondere um Soja, das wir zu 95% aus zertifiziert nachhaltiger Produktion beziehen. Ein Grossteil davon besteht aus Nebenprodukten, die sonst nicht weiterverwertet würden.

Wie steht es um den Wasserverbrauch für die Fleischproduktion?

Fleischproduktion verbraucht Wasser, das ist so. Doch in der Schweiz gibt es genügend Wasser und unsere Nutztiere nehmen niemandem Trinkwasser weg. Während die Landwirtschaft weltweit rund 70% des gesamten Frischwassers verbraucht, sind es in der Schweiz lediglich 2%. Und davon entfällt nur ein Teil auf die Fleisch- und Milchproduktion.

Wie viel Antibiotika erhalten unsere Nutztiere?

Antibiotika dürfen in der Schweiz nicht prophylaktisch verabreicht werden. Sie kommen nur zum Einsatz, wenn ein Tier krank ist und seine Behandlung dies verlangt. Anders als im Ausland wird die Abgabe tierärztlich kontrolliert und dokumentiert.

Gibt es Rückstände von Antibiotika im Fleisch aus der Schweiz?

Nein, denn in der Schweiz gilt bei jeder Antibiotikabehandlung eine Absetzfrist: Damit keine Rückstände in unsere Nahrung gelangen, darf das behandelte Tier nicht geschlachtet werden, bis das Medikament in seinem Körper abgebaut ist. In anderen Ländern gilt dies nicht, weshalb importiertes Fleisch als «möglicherweise Antibiotika enthaltend» deklariert werden muss.

Geht für die Fleischproduktion Ackerland für pflanzliche Lebensmittel verloren?

Etwas mehr als zwei Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche in der Schweiz sind Grasland, das für sinnvollen Ackerbau zu steil oder zu hoch liegt. Hier wächst dafür Gras, das unsere Nutztiere fressen, um dem Menschen so wiederum hochwertige Nahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte liefern zu können.

Wissen wir mit Sicherheit, von welchen Tieren unser Fleisch stammt?

Dank einer konsequenten Kennzeichnung und genauen Begleitdokumenten kann Schweizer Fleisch via Schlachtbetrieb bis zum Bauernhof zurückverfolgt werden. Diese Rückverfolgbarkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Schweizer Fleisch.

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