Ausgezeichnet

Restaurant S.Zimmer, Adelboden: Zimmerstunde

Restaurant S.Zimmer
Das erste eigene Lokal von Stefan Zimmermann und Tünde Tamàs ist kaum grösser als ein Zimmer. Dank diesem familiären Rahmen sind die beiden äusserst flexibel und überall nah dran. Gegen etwas Grösseres tauschen würden sie nie mehr.

Koch Stefan Zimmermann hat immer in grossen Häusern gearbeitet. In seinem Lebenslauf stehen Stationen wie der Zermatterhof, das Castell in Zuoz und das Bellevue in Adelboden. Heute jedoch ist Zimmermann Besitzer eines Lokals mit gerade mal 16 Plätzen. Ein Zimmer eben. Ein Zimmer zum Essen – von Zimmermann und seiner Partnerin sinnigerweise auf den Namen «S.Zimmer» (Ess-Zimmer) getauft.

Klassisch statt urchig

Das Lokal mitten im Dorf mit seinem markanten Schaufenster hat schon einiges erlebt. Es war erst ein Kiosk und dann eine Bar. «Heute ist es Adelbodens kleinstes, aber feinstes Restaurant», schmunzelt Zimmermann. Modern und schlicht, jedoch viel rohes Holz, rustikale Wände, ein steinerner Torbogen – auf den ersten Blick ins Innere des Lokals könnte man meinen, an einen dieser urchigen Orte geraten zu sein, wie sie typisch sind für Wintersportorte wie Adelboden. Doch dieser Eindruck täuscht. Im S.Zimmer geht es zwar familiär, aber kulinarisch gehoben zu und her. Stefan Zimmermann kocht zeitgemäss klassisch, im französischen Stil und auf regionale Produkte fokussiert.

Siebengänger

Bewusst hält Zimmermann seine Karte klein. Aus etwa acht Kreationen können die Gäste abends ein Zwei- bis Siebengangmenu wählen. Genutzt und geschätzt wird dieses Angebot von ganz unterschiedlicher Kundschaft: «Je nach Saison haben wir natürlich mehr Auswärtige unter unseren Gästen», erzählt der Wirt. «Aber auch die Einheimischen schätzen es sehr, sich bei uns in gemütlichem Rahmen kulinarisch verwöhnen zu lassen.»

Nah dran

Stefan Zimmermann und Tünde Tamàs arbeiten zu zweit. Er in der Küche, sie an der Front. «Wir können unsere Gäste ganz besonders aufmerksam begleiten, ihnen die Gerichte erklären und von den Produkten erzählen», so Zimmerman. In der Küche sei er dank der kleinen Dimensionen sehr frei und flexibel. So könne er zum Beispiel mit Kleinstmengen von spannenden Produkten arbeiten. Gehe etwas aus, variiere oder ersetze er das Gericht am nächsten Tag. «Unsere Grösse ist ein Vorteil. Alles, was wir tun, und alles, was unsere Gäste so schätzen, können wir tun, weil wir so klein und überschaubar sind.»

Rindstatar mit Albula Kartoffelchips Kaffe-Mayonnaise und Belper Knolle

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