Fleischkunde

Pulled Meat – zarter geht nicht

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Ob Pulled Pork, Pulled Beef oder Pulled Chicken – das ultrazarte, zerzupfte Fleisch ist einer der beliebtesten Food-Trends. Hier erfährst du, welche Fleischstücke sich am besten für Pulled Meat eignen und wie es so zart wird, dass es sich leicht zerzupfen lässt.

Manche Trends kommen, um zu bleiben: Pulled Meat ist so einer. Was es damit auf sich hat und warum das zerzupfte Fleisch so beliebt ist, erklären wir dir hier.

Was ist Pulled Meat?

Pulled Meat ist mit der Gabel zerzupftes Fleisch. Der Name kommt vom englischen «pull»: ziehen, zerren, zupfen. Das Fleisch wird so zart, dass es fast von selbst zerfällt, weshalb es leicht zerzupft werden kann. Das liegt daran, dass es bei geringer Hitze über mehrere Stunden gegart wird.

Welche Arten von Pulled Meat gibt es?

  • Pulled Pork
  • Pulled Beef
  • Pulled Chicken

Welches Fleisch eignet sich am besten für Pulled Pork?

Pulled Pork ist ein Klassiker des amerikanischen Barbecues. Man verwendet dafür traditionell Schweinshals oder Schweinsschulter ohne Knochen. Beide Stücke enthalten viel Binde- und Fettgewebe, deshalb wird das Fleisch so zart und saftig. Der Schweinshals ist etwas fettreicher als die Schulter, am Ende also tendenziell noch etwas saftiger.

Welches Fleisch eignet sich am besten für Pulled Beef?

Perfekt geeignet ist der muskulöse Hals des Rinds. Eine sehr gute Wahl ist aber auch Fleisch von der Brust oder der Schulter – insbesondere die Dicke Schulter und das Schulterfilet. Wichtig ist, dass das Stück gut durchwachsen ist und eine feine Fettmarmorierung aufweist, damit es während der langen Garzeit nicht austrocknet.

Welches Fleisch eignet sich am besten für Pulled Chicken?

Beim Poulet hat man nur die Wahl zwischen Schenkeln und Brust. Es geht beides, die Schenkel eignen sich aber besser, da ihr Fleisch saftiger wird, während die Brust schneller auszutrocknen droht.

Wie wird Pulled Meat zubereitet?

«Slow & Low» lautet das Motto beim Südstaaten-Barbecue. Am besten wird das Fleisch in einem Smoker oder Kugelgrill gegart, es klappt aber auch wunderbar im heimischen Backofen. Egal für welche Methode man sich entscheidet, das Wichtigste ist der Zeitfaktor: Das Fleisch sollte bei geringer Hitze langsam vor sich hingaren – richtig langsam, also mehrere Stunden. Die genauen Zeiten entnimmt man dem jeweiligen Rezept.

Wegen dieser aussergewöhnlich langen Garzeiten ist die Masse ein wichtiges Kriterium. Für Pulled Beef und Pork verwendet man am besten Fleischstücke von mindestens 2 kg, kleinere Stücke können austrocknen, bevor sie zart werden.

Warum wird das Fleisch so zart?

Die Fleischstücke, die sich für Pulled Pork und Pulled Beef eignen, sind reich an Fett- und Bindegewebe. Fettgewebe sorgt für Saft, Bindegewebe enthält Kollagen. Durch die lange Garzeit schmilzt das Kollagen und wird zu weicher Gelatine. Das macht das Fleisch so butterzart, dass es sich ganz leicht mit einer Gabel zerzupfen lässt.

Wie wird Pulled Meat serviert?

Pulled Meat wird für gewöhnlich im Brötchen serviert, meist mit Coleslaw und einer BBQ-Sauce. Als Burger oder Sandwich ist es denn auch zum Streetfood-Hit geworden. Es ist aber auch als Bestandteil einer Bowl beliebt oder klassisch auf dem Teller. Beilagen wie American Fries, Maiskolben mit Butter, gebackene Bohnen oder Süsskartoffelgratin lassen US-Südstaaten-Feeling aufkommen.