Fleischkunde

Das Osterlamm: eine kulinarische Tradition

Osterlamm
Warum isst man zu Ostern traditionell Lamm? Und welche kreativen Rezepte gibt es eigentlich dafür? Pünktlich zum Osterfest sind wir diesen Fragen für euch nachgegangen.

Auch heute wird Lammfleisch besonders an speziellen Anlässen und Feierlichkeiten genossen und ist ein begehrtes Stück. Der zartmilde Geschmack von köstlichem Lammkarree oder eines gelungenen Lammbratens ist in der Tat himmlisch.

Lammfleisch aus der Schweiz: ein rares Gut

Das zeigt sich auch an den Zahlen: Die Nachfrage nach Lammfleisch ist saisonal geprägt, vor allem an Feiertagen wie Ostern, Weihnachten und dem islamischen Opferfest wird vermehrt Lammfleisch konsumiert. In der Schweiz haben wir jedoch zu wenig Lammfleisch, um die 1,2 kg, die ein Schweizer im Schnitt jährlich davon konsumiert, zu decken. Der Selbstversorgungsgrad beim Lammfleisch liegt in der Schweiz bei knapp 37%. Vor allem Edelstücke wie Nierstücke müssen importiert werden – dabei kann «Nose-to-tail» so lecker sein! Deshalb lohnt es sich umso mehr, beim Metzger nach einem etwas spezielleren Stück vom Lamm aus der Schweiz zu fragen.

Vom religiösen Symbol zur kulinarischen Tradition

Doch zurück zu Ostern, denn das Osterfest und das Osterlamm sind durch eine lange Tradition miteinander verbunden. Der Glaube früherer Kulturen und grosser Glaubensgemeinschaften brachte seit jeher das Lamm und besonders dessen Fleisch in eine direkte Verbindung mit besonderen Festen und Feierlichkeiten. Nicht selten diente Lammfleisch als deliziöse Opfergabe an verehrte Gottheiten oder es fand sich unter den Altären wieder und wurde als erste Speise nach der Fastenzeit am Auferstehungstag zubereitet.

Das Osterlamm geht bereits auf die frühesten Zeiten des Judentums zurück und ist das zentrale Symbol des Passahfests im jüdischen Glauben, an welchem des Auszugs der jüdischen Gemeinschaft aus Ägypten gedacht wird. Traditionell wurde dazu ein Lammbraten zubereitet. Der Brauch wurde auch vom Christentum übernommen und heute misst besonders die griechisch-orthodoxe Kirche dem Osterlamm noch immer eine zentrale Bedeutung zu. Auch weit entfernt von religiösen Symbolen gehört heutzutage der Lammbraten genauso zu Ostern wie das Bemalen von Ostereiern und das Suchen nach versteckten «Nestchen».

Vielseitige Zubereitung: Gaumenschmaus garantiert

Ostern kann jedoch stressig sein, deshalb unser Tipp: das Fleisch direkt beim Metzger zuschneiden lassen. Das spart einerseits Zeit, andererseits kann sichergegangen werden, dass das perfekte Stück für das richtige Gericht gefunden wird!

Für den perfekten Ostergenuss und den gewissen «Wow-Effekt» empfehlen wir Lammracks aus dem Ofen, die du ganz einfach niedergaren kannst. Oder aber ein Lammgigot, das du ohne grossen Aufwand im Bräter schmoren lässt. Damit steht dem gelungenen Festtagsmenü nichts mehr im Wege.