Fleisch und Kürbis – eine Kombi zum Verlieben
Fleisch mit Kürbis
Kürbis ist mehr als ein saisonaler Farbtupfer. Mit seiner milden Süsse bringt er eine überraschend harmonische Note in würzige oder geschmorte Fleischgerichte. Und das weit über den Herbst hinaus, denn dank seiner festen Schale lässt er sich ausgezeichnet lagern.
Multitalent Kürbis
Ob cremig, fest oder faserig: Kürbisse sind in der Küche vielseitig einsetzbar: Sie lassen sich rösten, schmoren, füllen, pürieren oder fein reiben und passen perfekt zu Schweizer Fleisch. Sie ergänzen kräftige Röstaromen, nehmen den Geschmack von Gewürzen und Kräutern gut auf und verleihen Schmor- und Ofengerichten Saftigkeit und Farbe.
Zig Sorten, zig Zubereitungsarten
Bis vor etwa 25 Jahren wurde in der Schweizer Landwirtschaft hauptsächlich die Sorte Gelber Zentner angebaut. Inzwischen ist das Angebot deutlich bunter geworden – und damit auch die Art, wie wir Kürbis zubereiten. Hokkaido, Butternut, Delicata oder Patisson stehen heute für eine übersaisonale Küche, die weit über Kürbissuppe und -püree hinausgeht.
Die gängigsten Kürbissorten im Überblick
| Sorte | Charakter | Eignung für Fleischgerichte | Sonstige Eignung |
| Hokkaido | Nussig, kompakt, Schale meist essbar | Würfel für Ofengerichte, Ragouts, Fleischkäse oder Pürees | Suppen und zum Kochen |
| Butternut | Fein, leicht süsslich, cremig | Gefüllte Kürbisse, Saucen, Pürees zu Kalb oder Geflügel | Suppen, Kuchen und Kompott |
| Muskatkürbis | Aromatisch und würzig | Schmorgerichte, Gratins und kräftige Rindgerichte | Suppen, Ofengemüse, Kuchen |
| Spaghettikürbis | Nach dem Garen faserig wie Spaghetti | Leichte Beilage zu Hackfleischsauce oder Ragout | Nudel-Alternative |
| Delicata/Patisson | Dekorativ, oft mit festerem Fruchtfleisch | Kleine gefüllte Portionen, Ofengerichte und Beilagen | Zum Rösten und Füllen |
Leicht und vielseitig
Kürbisfleisch besteht zu rund 85 Prozent aus Wasser und ist damit vergleichsweise energiearm. So enthalten 150 g Hokkaido nur knapp 50 kcal, andere Sorten noch weniger. Kürbisse liefern Nahrungsfasern sowie kleinere Mengen verschiedener Mineralstoffe und Vitamine. Orangefarbene Sorten enthalten zudem Carotinoide wie Betacarotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann.
Des Kürbis’ Kern
Mit rund 600 kcal pro 100 g sind Kürbiskerne weitaus energiereicher als Kürbisfleisch. Dafür liefern sie sowohl wertvolle Nährstoffe wie Eiweiss, ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E als auch Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink. Dank ihres nussigen Geschmacks eignen sie sich zudem hervorragend für eine Kräuterkruste oder als knackiges Topping auf Ragouts und Ofengerichten.
Obst oder Gemüse?
Im kulinarischen Alltag zählt Kürbis zum Gemüse, genauer gesagt zum Fruchtgemüse. Botanisch betrachtet ist die Kürbisfrucht jedoch eine Beere – und zwar eine sogenannte Panzerbeere mit harter Aussenschicht.