Qualität & Sicherheit

Lebensmittelsicherheit bei Fleisch

Lebensmittelsicherheit bei Fleisch
Strenge und umfassende Gesetze sorgen in der Schweiz für eine sichere Fleischproduktion auf allen Stufen. Bund und Kantone gewährleisten mit Kontrollen die Qualitätssicherung «vom Stall bis auf den Teller».

Qualitätssicherung wird bei Fleisch aus der Schweiz grossgeschrieben. Bund und Kantone sowie die Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzen sich für hochwertige Fleischprodukte ein. Und dieser Einsatz lohnt sich: Laut einer Studie von Dichter Research im Jahr 2019 haben 76 % der Konsumentinnen und Konsumenten grosses Vertrauen in Schweizer Fleisch, während nur 3 % dem ausländischen Fleisch das gleiche Mass an Vertrauen entgegenbringen.

Neutrale Qualitätseinstufung

Eine neutrale Beurteilung von Tieren und Fleisch schafft Transparenz bei der Qualitätseinstufung und bei der Preisbildung. Diese Aufgabe erfüllt Proviande – die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft. Das Ergebnis dieser neutralen Einstufung dient sowohl Käufern als auch Lieferanten als Basis für die Preisvereinbarung. Ganz konkret wird die Qualität vor dem Schlachten sichergestellt, indem jedes Tier von der zuständigen Veterinärin oder dem zuständigen Veterinär untersucht wird.

Gibt es in der Schweiz bestimmte Öko-Standards?

Klar. Der wichtigste ist der «Ökologische Leistungsnachweis» (ÖLN). Er regelt unter anderem den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie den Boden- und den Gewässerschutz. Nur Betriebe, die den ÖLN erbringen, erhalten finanzielle Unterstützung vom Bund.

Rückverfolgbarkeit

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Fleisch aus der Schweiz ist die Rückverfolgbarkeit von der Ladentheke über den Schlachtbetrieb bis zum Bauernhof. Eine lückenlose Kennzeichnung und genaue Begleitdokumente machen es möglich. Dank diesem System werden ausserdem Krankheiten bei Tieren rasch festgestellt und können zielgerichtet eingedämmt und bekämpft werden. Die Schweiz ist weitgehend frei von hochansteckenden Tierseuchen.

Lebensmittelkontrolle

Zahlreiche Gesetze und Verordnungen regeln, welche Angaben beim Verkauf von Fleisch und Fleischprodukten an die Konsumenten gemacht werden müssen. Diese Vorschriften haben zum Zweck, vor Gesundheitsgefährdung und vor Täuschung zu schützen sowie den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln sicherzustellen.

Qualitätsmanagement «QM Schweizer Fleisch»

Die Beteiligung am Qualitätsmanagement «QM Schweizer Fleisch» ist zwar freiwillig, aber ein Grossteil aller Betriebe erbringt diesen Nachweis. Das Programm garantiert, dass die Tiere umwelt- und tierschutzkonform gehalten werden. Dazu gehört beispielsweise auch, dass alle tiermedizinischen Behandlungen nur unter Anleitung eines Tierarztes stattfinden dürfen und dass darüber ein Journal geführt wird. Ausserdem muss die Tierhalterin oder der Tierhalter die Gesetze kennen und über Änderungen auf dem Laufenden bleiben. Die Betriebe werden regelmässig von unabhängigen Organisationen überprüft.

Logo-QM-Schweizer-Fleisch

Suisse Garantie

Produkte mit dem «Suisse Garantie»-Label müssen aus der Schweiz stammen und in der Schweiz verarbeitet worden sein. Die eingesetzten Rohstoffe werden nach dem Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) produziert. Das heisst, die Betriebe garantieren unter anderem eine ausgeglichene Düngerbilanz, Biodiversität und Bodenschutz. Sie unterliegen somit international gesehen einem der strengsten Umweltgesetze. Bei der Herstellung von pflanzlichen und tierischen Produkten dürfen ausserdem keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eingesetzt werden. In der Tierhaltung sind für eine «Suisse Garantie»-Auszeichnung zusätzliche Auflagen zu erfüllen.

Suisse Garantie