Der feine Unterschied

Unser feiner Unterschied – Futter direkt vom Hof

Jolanda und Werner Gschwind, Rinderhalter aus Ettingen BL
Jolanda und Werner Gschwind sind Bauern mit Leib und Seele. Seit 20 Jahren bewirtschaften sie mit ihrer Familie den Chirsgartehof in Ettingen. Ein wichtiges Standbein ist die Rinderzucht und -mast. Die rund 80 Tiere auf dem Hof versorgen sie ausschliesslich mit Futter vom eigenen Land.

Steht man Jolanda und Werner Gschwind gegenüber, wird schnell klar: Das ist ein Team – ein eingespieltes Paar, das hart arbeitet, sich den Rücken freihält und die gleichen Prinzipien teilt.

Auf ihrem Hof ausserhalb von Ettingen betreiben die beiden einen Familienbetrieb mit gemischter Landwirtschaft. Neben Obstbäumen, einem Rebberg, Mais- und Kartoffelackern sind da auch Legehennen, Schweine und vor allem Rinder. Rund 80 Rindviecher leben bei den Gschwinds auf dem Hof. Das sind 40 Mutterkühe mit Kälbern, 40 Mastrinder und ein Muni.

Kühe fressen Gras

Von der Milch, die Werner Gschwinds Kühe geben, hat er nichts. Sie gehört den Kälbern – Mutterkuhhaltung nennt sich das. Alle Kälber, die im Frühling auf dem Hof zur Welt kommen, bleiben acht Monate bei ihren Müttern.

Im November werden die Kälber von den Müttern getrennt und kommen in die Mastherde. Das Leben dieser Jungrinder geht auch in der neuen Herde seinen gewohnten Lauf: viel Auslauf und gutes Futter. «Wir machen sogenannte Weidemast», erklärt Werner Gschwind. «Wir füttern nur das, was wir auf dem Hof produzieren. Das ist vor allem Gras und Heu.» Für einen Mastbetrieb ist das bemerkenswert. Denn am Schluss werden die Rinder nach Gewicht verkauft – und wer nicht zufüttert, nimmt oft ein geringeres Gewicht in Kauf.

Was fressen die Nutztiere in der Schweiz?

Sie erhalten streng kontrolliertes, art- und umweltgerechtes Futter. Es enthält keine gentechnisch veränderten Organismen und kein Tiermehl. Ausserdem sind Hormone und Antibiotika zur Leistungsförderung verboten.

Aus Prinzip engagiert

Die meiste Zeit leben die Rinder der Gschwinds draussen. Sie ziehen von Weide zu Weide. «Das Weidemanagement ist arbeitsintensiv», so Werner Gschwind. «Man muss zäunen und die Herden bewegen, damit sie immer genug zu fressen haben. Aber nur so macht Rinderhaltung für mich Sinn.» – «Auch das gehört zu unserer Philosophie», nickt Jolanda Gschwind, «diesen Mehraufwand nehmen wir darum gerne auf uns.»

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