Kochwissen
Schweiz auf dem Teller: unsere Nationalgerichte
Unsere Nationalgerichte – so vielfältig wie die Schweiz.
Anders als etwa Italien mit der Pizza oder Österreich mit dem Wiener Schnitzel kennt die Schweiz kein offizielles Nationalgericht. Vielmehr gibt es eine Vielzahl regionaler Spezialitäten, die zusammen die kulinarische Identität unseres Landes prägen.
Typisch Schweiz: regional essen, national fühlen.
Dass es in der der Schweiz kein offizielles Nationalgericht gibt, liegt einerseits an den starken kantonalen Identitäten und den unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten, andererseits an den verschiedenen Sprachregionen und dem Einfluss der viel grösseren Nachbarländer. So entstanden im Laufe der Zeit viele regionale Spezialitäten statt einer einheitlichen Nationalküche.
Dementsprechend empfindet ein Waadtländer seine Saucisson vaudois, ein Bündner seine Capuns und ein Zürcher sein Geschnetzeltes als Teil seiner regionalen Identität. Gleichzeitig sind all diese regionalen Spezialitäten landesweit akzeptiert und vermitteln – emotional aufgeladen – ein gemeinsames Gefühl von Heimat. Das passt gut zur politischen und kulturellen Realität der Schweiz.
Die regional geprägten Nationalgerichte sind ein kulinarisches Abbild des Schweizer Föderalismus.
Essen verbindet – besonders am 1. August.
Der Schweizer Nationalfeiertag wird in der Schweiz weniger patriotisch inszeniert als in vielen anderen Ländern. Anstatt Militärparaden abzuhalten, gibt es hier Bergfeuer, Reden im Freien, gemeinsames Singen sowie Bratwürste und Cervelats. So verbinden die beliebten 1.-August-Feiern und -Brunches lokale Traditionen und nationales Zusammengehörigkeitsgefühl nahezu idealtypisch, was für ein so vielfältiges Land wie die Schweiz von grosser Bedeutung ist.
Schweizer Fleischgerichte – bodenständig und traditionell.
Neben Käsegerichten wie Fondue oder Raclette, die auch international als typisch schweizerisch wahrgenommen werden, prägen vor allem Fleischgerichte die Schweizer Küche. Viele davon haben ihre Wurzeln in der bäuerlichen Küche oder alpinen Landwirtschaft und sind einfache Alltagsgerichte – man denke etwa an Speckrösti. Andere wie das Trockenfleisch aus dem Bündnerland und Spezialitäten wie die Saucisson vaudois oder neuchâtelois sind das Resultat der besseren Haltbarmachung. Sie alle zeugen von traditionellem Handwerk und den unterschiedlichen regionalen Prägungen der Schweiz.
Schweizer Nationalgerichte stammen nicht aus Sterneküchen und Tourismusbroschüren, sondern aus Familienküchen, Dorfbeizen und Kochbüchern
Schweizer Fleischgerichte – bodenständig und traditionell.
Neben Käsegerichten wie Fondue oder Raclette, die auch international als typisch schweizerisch wahrgenommen werden, prägen vor allem Fleischgerichte die Schweizer Küche. Viele davon haben ihre Wurzeln in der bäuerlichen Küche oder alpinen Landwirtschaft und sind einfache Alltagsgerichte – man denke etwa an Speckrösti. Andere wie das Trockenfleisch aus dem Bündnerland und Spezialitäten wie die Saucisson vaudois oder neuchâtelois sind das Resultat der besseren Haltbarmachung. Sie alle zeugen von traditionellem Handwerk und den unterschiedlichen regionalen Prägungen der Schweiz.
Berner Platte: Der Legende nach entstand sie 1798 nach der Schlacht bei Neuenegg. Der Sieg der Berner soll mit den verfügbaren Fleischvorräten gefeiert worden sein.
Hörnli mit Ghacktem: einfach, nahrhaft und bis heute beliebt – ein Klassiker der Schweizer Alltagsküche.
Dieses Schweizer Wohlfühlgericht zeigt nicht nur den Einfluss der Industrialisierung, sondern auch die Bedeutung von Kochbüchern und Betty Bossi.
Filet im Teig: Beeinflusst von der gehobenen französischen Küche, wird dieses Gericht bis heute gerne an Festtagen serviert. Elegant, aber nie übertrieben. Typisch schweizerisch eben.
Luganighe con risotto allo zafferano: Dieses Tessiner Gericht bringt die kulturelle Vielfalt der Schweiz auf den Teller. Es verbindet norditalienische und mediterrane Einflüsse mit der Schweizer Esskultur.
Zürcher Geschnetzeltes: Der bekannte Kalbfleisch-Klassiker hat seine Wurzeln in der gehobenen Zürcher Gastronomie des 19. Jahrhunderts.
Capuns: Diese Bündner Spezialität mit Trockenfleisch oder Salsiz steht beispielhaft für die regionale Vielfalt und die alpine Prägung der Schweizer Küche.
Cordon bleu: Die genaue Herkunft ist umstritten. In der Schweiz wurde das Gericht dank der vielfältigen Beizenkultur und unzähliger Varianten mit regionalen Käsesorten zu einem festen Bestandteil der Gastronomie.
Speckrösti: Ursprünglich ein einfaches Bauernfrühstück aus dem Kanton Bern, ist die Rösti heute weit über ihr Herkunftsgebiet hinaus ein Symbol der Deutschschweizer Küche.