Kochwissen

Entdecke die Vielfalt der asiatischen Küchen.

Tonkatsu
Ob würzige Wokgerichte, aromatische Currys oder knusprig paniertes Fleisch: In vielen asiatischen Küchen spielt Fleisch eine wichtige Rolle. Entdecke Klassiker und neue Lieblingsrezepte.

Die asiatische Küche gibt es nicht. Trotzdem haben die thailändische, die japanische und die chinesische Küche einige Gemeinsamkeiten, wenn es um den Umgang mit Fleisch geht – allen voran diejenige, dass es in der Regel in mundgerechten Stücken serviert wird. Denn Messer gehören hier traditionell in die Hände des Kochs.

Gemeinsames in der Vielfalt

  1. Fleisch wird in den asiatischen Küchen oft in dünnen Scheiben oder Streifen verarbeitet. Das sorgt für kurze Garzeiten und eine zarte Textur.
  2. Aromatisierende Marinaden mit Sojasauce, Fischsauce, Sesamöl, Reiswein oder Gewürzpasten mit Ingwer, Knoblauch und Chili spielen eine zentrale Rolle, verleihen sie asiatischen Fleischgerichten doch die gewünschte aromatische Tiefe.
  3. Egal, ob im Wok, in der Pfanne oder auf dem Grill – Hauptsache, das Fleisch wird bei hoher Hitze nur kurz gegart, sodass es schön saftig wird und eine intensive Röstnote bekommt.
  4. Die Geschmacksrichtungen süss, sauer, salzig, scharf und – typisch für viele asiatische Küchen – umami stehen auch bei Fleischgerichten immer in einem fein ausbalancierten Verhältnis zueinander.

So isst China Fleisch.

Die Küche im Riesenreich China variiert von Region zu Region stark. Grundsätzlich hat sie insbesondere den Umgang mit Hitze perfektioniert, also Techniken wie Wokbraten, Dämpfen oder kurzes Pfannenrühren. Zudem steht sie für umamireiche Röstaromen, fermentierte Saucen und süss-salzige Glasuren, wie sie sich etwa in der knusprigen Haut einer Pekingente spiegeln.

So isst Indien Fleisch.

Was für ganz Südostasien gilt, gilt auch für den Vielvölkerstaat Indien: Es gibt keine einheitliche indische Küche. Während im Norden des Subkontinents das Fleisch gerne lange in Joghurt und Gewürze eingelegt wird, bevor es im Lehmofen gegart oder geschmort wird, steht die südindische Küche für komplexe, manchmal sehr intensive Gewürzschichten und -mischungen. Leckeres Beispiel dafür ist das Tikka Masala, das gerne mit Poulet oder Lamm, aber nie mit Schweinefleisch zubereitet wird.

So isst Japan Fleisch.

In der eher puristischen japanischen Küche wiederum steht die Qualität des Fleisches im Fokus. Feine Glasuren wie die klassische Teriyaki aus Sojasauce, Reiswein und Zucker dienen denn auch hauptsächlich dazu, den Eigengeschmack des kurz gegrillten oder gebratenen Fleischs zu unterstreichen, ohne ihn zu übertönen. Reduktion aufs Wesentliche eben.

So isst Vietnam Fleisch.

Dünn geschnittenes Rindfleisch, lange gekochte Fleischbrühen und viele frische Kräuter zeichnen typisch vietnamesische Gerichte wie die Pho-Nudelsuppe aus. Dabei sind sie stets erstaunlich leicht, aromatisch und überraschend oft von der französischen Küche der Kolonialzeit beeinflusst.